Hüttenwanderung #1

Diejenigen, die meinen Blog schon ein paar Monate verfolgen, werden es wissen: wir haben viel trainiert in den hiesigen Hohlwegen, um fit zu werden für unsere erste Hüttenwanderung in den Bergen! Im Mai war es dann endlich so weit: früh morgens um 7 Uhr ging es auf die Autobahn Richtung Pfronten. Alles lief super… bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir aufgeregt und mit Rucks?cken und Wanderschuhen an der Seilbahn standen: Lebensgefahr wegen Schneeeinbruch für die Wanderer ?

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Erst waren wir etwas verdattert, aber dann haben wir uns gefangen und sind dem Tip der Dame an der Kasse gefolgt. Von der anderen Seite des Berges kann man zur Hütte (Kemptener Hütte für die Interessierten) aufsteigen!

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Auf der anderen Seite des Bergs gab es wirklich keine Seilbahn und so musste der Zwuckel auf seiner allerersten Bergwanderung zwei Stunden (Erwachsenenzeit!!) den Berg raufstapfen. Das war so nicht geplant… Am Anfang jedoch hat es den beiden einen riesen Spa? gemacht. Die Sch?tzin hat den Zwuckel mit Kletterbie-Rufen angefeuert und dem gefielen die ganzen Wurzeln und Steine ausnehmend gut.

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Je weiter hoch wir kamen, desto mehr Schnee lag – und dabei hatte ich von einer Wanderung getr?umt, auf der wir in der Sonne Picknick machen würden und die Kinder dann abends im Schatten der Hütte spielen würden, ha! Jetzt wurde es natürlich anstrengend und nur die Schokokekse halfen die letzte halbe Stunde zu schaffen. Dann endlich das ersehnte Schild:

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Hammer, was die beiden geleistet haben: bei Schnee und K?lte zwei Stunden Bergaufstieg mit ganz wenigen Pausen! Nasse Fü?e! Müde Beine! Die Gaudi auf der Hütte hatten sie sich damit echt verdient. Treppe rauf, Treppe runter, auf den Matratzen hüpfen, mit Mama und Papa spielen. Sp?ter wurde uns Eltern dann die Zeit etwas lang, da es in unserem Zimmer natürlich kalt war und nach 5 Stunden die Wirtsstube auch nicht mehr so viel zu bieten hat ?

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Am n?chsten Tag war Neuplanung angesagt. Denselben Weg runter wollten wir nicht, weil es schon sehr glatt war und durch den Strom an Wanderen sicherlich nicht besser werden würde. Also w?hlten wir einen Weg in den Bergen zu einer n?her gelegenen Seilbahn. Kinder: hochmotiviert. Unglaublich, oder? Der erste Teil der Strecke hat ihnen total gut gefallen. Wieder überall Wurzeln und Steine, mal eine kleine Kletterpartie.

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Nach der Pause wurde es dann allerdings extrem hart: 100 H?henmeter (oder waren es 200?) durch rutschigen Schnee und Schneefelder ohne Weg bis zum Grat hoch. Das war dann für den Zwuckel echt zu viel. St?ndig ist er ausgerutscht und die Kr?fte lie?en nach. Schlie?lich haben wir den Klettergurt und das Seil ausgepackt und ihn so aufrecht gehalten. Gef?hrlich war es an keiner Stelle, denn es ging nirgends steil runter oder so. Lawinen drohten bei dem insgesamt doch wenigen Schnee auch nicht. Aber schweine anstrengend war’s!! Die Sch?tzin hat absoluten Kampfgeist gezeigt und ist ohne Gepienze vorweg den Berg raufgestapft. Hinfliegen? Kein Problem. Aufstehen, Krone gerade rücken, weiter gehen.

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Endlich der Grat! Endlich die Seilbahn in Sicht! Und ob ihr es glaubt oder nicht: der Zwuckel hat mit Erreichen der Seilbahn sein mittlerweile konstantes Gejammer innerhalb von? 3 Sekunden abgestellt. Wo die immer die Kraftreserven hernehmen? Schon im Restaurant hielt es ihn nicht auf dem Platz – aber die Schnitzel, Pommes und Pizza hatten wir uns redlich verdient.

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Gespr?ch auf der Rückfahrt. Mama: wer will mit auf die n?chste Hüttenwanderung? Echo: Ich! Ich!. Dann Pause. Dann: Ich nicht. Hmm. Nachgedacht. Mama: wer will mit auf die n?chste Hüttenwanderung ohne Schnee? Echo: drei Mal Ich! Yess!

Eure Frau Ju.

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